Leben wir in einer Simulation?
Retweet: ja.
♥: nein
RT&♥: jein. https://m.youtube.com/watch?v=lQ4bJ8Puxgc
@hyperjinx Wann es wohl öffentlich-rechtliche Peertube instanzen geben wird?
Alle sprechen von der europäischen "Supermediathek" aber keiner sieht, dass es dank Peertube schon alles gibt was es dafür braucht, abgesehen von viel mehr Inhalt. Noch dazu aus einer europäischen Softwareschmiede.
🤷 Was will man machen… Es ist fanzinierend wie Ignorant europäische Institutionen gegenüber europäischer Software sind.
@sheogorath Es gibt nur die *Software* dafür, die so etwas leisten könnte, aber die hätte es vorher auch schon ohne Probleme geben können. Sehr viel spannender bei dieser Frage dürfte sein, wer diese "Supermediathek" wo und wie betreiben will. In vielen dieser Diskussionen wird leider Infrastruktur-Betrieb gänzlich ausgeklammert bzw. auf ein "triviales Problem" reduziert insbesondere im Vergleich zur Verfügbarkeit geeigneter Software (was ich als fatale Fehleinschätzung betrachte).
@z428
Eine föderierende Plattform ist doch eine gute Lösung für eine europäische "Supermediothek": Jede Inhaberin von Inhalten hostet die eigenen Inhalte. Über die Föderation können alle Medien überall gefunden und verlinkt werden.
@peter @z428 @sheogorath @hyperjinx @stefka
Das föderale Prinzip kann man nur befürworten. In der Natur gibt es auch nur wenige wirklich zentrale Instanzen sowohl im Individuum als auch noch stärker in Ökosystemen.
Menschliche Planungsfähigkeit ist etwas einzigartiges. Aber die Wirklichkeit der Natur ist Zufall (der Änderung) und Notwendigkeit (der Anpassung); hat schon Jaques Monod erkannt.
@Datenschutzgeno Nun ja, die jetzigen Mediatheken *sind* ja dezentral und (wenn man WWW zugrundeliegt) auch irgendwie "förderal". Das halte ich so für gut - ich sehe eben nur durch konkret eine spezielle Software wie Peertube nicht viel Zugewinn zum Status Quo.
@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka
Korrekt, aber das legt doch nahe, eine integrative Plattform für die Nutzer zu schaffen anstelle einer zentralen (und damit höchst anfälligen) Instanz.
@Datenschutzgeno Was definiert "anfällig"? Ich habe dieser Tage erst einen Artikel vorbeifliegen sehen, in dem berichtet wurde, wie Alt-Right PeerTube für ihre Zwecke entdecken. Gleichermaßen führe ich einmal pro Monat die Diskussion, wie man es schafft, tatsächlich (auch in einem verteilten System) Daten zu ändern oder zu löschen. Konkret etwa: Wie könnte ich mein DSGVO-Löschrecht im Fediverse durchsetzen? Es gibt ...
@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka
Dass technische Mittel von Unmenschen und Kriminellen missbraucht werden, lässt sich im übrigen nicht technisch lösen...
@Datenschutzgeno ... meiner Rechte verletzt werden. Wie tue ich das in einem förderierten System betrieben von einzelnen Freiwilligen?
Im Zweifel klagen. Genau dafür sind Gerichte da. Was tust du wenn dein Nachbar dir jeden Morgen in den Vorgarten macht? Klar, erstmal reden, wenns nicht besser wird und wir von Gewalttätigen Lösungsansätzen absehen, ist der Gang zum Anwalt und im letzten Schritt die Klage der Weg.
Warum will man sich auf Firmen verlassen, wo wir doch rechtstaatliche Prinzipien haben und Institutionen die diese Umsetzen…
@sheogorath Natürlich. Aber gegen wen? 😉 Bei Facebook, Twitter, ... ist das eine leicht entscheidbare Frage (und Aussicht auf Erfolg eine andere Diskussion). Aber im Fediverse, in einem richtig "dezentralen" System mit Instanzen, die unter völlig verschiedenen Standards in verschiedenen Jurisdiktionen betrieben werden?
@z428 Wer auch immer da nicht gelöscht hat, aber hätte müssen.
Natürlich haben wir da unterscheidliche Juristikationen und mehr, aber die haben wir auch jetzt schon. Auch jetzt ist niemand daran gehindert Dinge irgenwo hochzuladen und weiter zu verbreiten. Mit zentralen Platformen ändern wir nur wer entscheidet ob etwas eine Audienz bekommt oder nicht.
Im Fediverse entscheiden viele, bei zentralen Diensten wenige Firmen/Organisationen.
@sheogorath Und wer ist das? Wie stelle ich überhaupt fest, wer das ist? Das ist IMHO der große Unterschied, und dort bin ich auch dann und wann etwas verwundert: Bei Facebook, Twitter, ... freut sich eine breite Masse, daß wir mit Gesetzen wie der DSGVO sehr deutlich Klarheit fordern, wer für *alles*, was dort passiert, verantwortlich ist, und dem auch klare Regeln geben, wie dieses "Verantwortlich-Sein" auszugestalten ist. Und im Fediverse ...
@z428 Gilt die DSGVO genauso. Auch da hat jeder Betrieber und User eines Instanz entsprechende Rechte und Pflichten einzuhalten.
Was ist denn die Alternative dazu? Wir schaffen diese Allgemeinen Gesetze ab und konzipieren gezielt Gesetze für einzelne Großunternehmen?
...
(c) Wir schaffen *endlich* technische Plattformen, die einige dieser Probleme grundlegend beseitigen. Etwa: Echte P2P-Netzwerke, bei denen das "Problem" des Umgangs mit einem Plattform-Betreiber, der Zugriff auf Nutzerdaten haben könnte, konsequent beseitigt wird. Dort sind Lösungen wie Mastodon oder Pleroma zumindest in "Mehrbenutzer-Instanzen" das genaue Gegenteil.
@z428
Wenn Du meinst, dass in föderierten Netzen Löschaufforderungen zu schwierig durchzusetzen seien, warum denkst Du, dass eine P2P-Struktur dann besser sei?
Wenn sich in einem föderierten Netz eine Instanz nicht an die Regeln hält, kann man das einfach feststellen. Bei P2P stell ich mir das ohne Kontrolle über den Client schwierig vor, oder mindestens nicht einfacher als mit Föderation...
@Mr_Teatime Ja, natürlich. Es sind verschiedene Ziele und Anforderungen, die verschiedene Lösungen verschieden bewerten. Was mich an dieser Diskussion eigentlich nur wundert, ist, dass Menschen, die starken Datenschutz für Nutzer fördern, gleichermaßen Systeme propagieren, in denen das technisch und organisatorisch schwer bis nicht realisierbar scheint.
@z428
Naja... das kommt drauf an, wen Du als Nutzer bezeichnest, und was der Dienst tut.
Für Zuschauer-Datenschutz ist eigentlich alles besser als YT oder FB. Zuschauer können die Instanz wechseln und Regulierer sie abstellen, ohne dass das Netz zusammenbricht, wenn sie sich nicht benimmt.
Für Inhalte-Anbieter könnte könnte Widerruf von Veröffentlichungen schwierig sein, aber _brauchen_ die das?
@z428 @sheogorath @Datenschutzgeno @peter @hyperjinx @stefka
Was spräche dagegen: Jeder Sender hostet seine Inhalte, aber sie werden per Föderation auch durch Server der anderen Sender gepuffert und verteilt (geteilte Last, Ausfallsicherheit). Moderation von Kommentaren durch die hostende Instanz, weiterzureichen durch die anderen. Optionale Nutzeraccounts, Federation-style.
PT oder nicht: *falls* man sich drauf einigen könnte, wär das nicht effizient und zielführend?
@Mr_Teatime Vielleicht, ja. Mir geht es hier ja im Wesentlichen genau darum, überhaupt erst einmal Anforderungen zu diskutieren, um ein klares Peoblemverständnis zu haben. Ich nutze auch gern dezentrale Dienste, beobachte aber dort schon seit einigen Monaten die Tendenz, Dezentralisierung per se immer als Lösung ins Rennen zu werfen. @sheogorath @Datenschutzgeno @peter @hyperjinx @stefka - 1/2
Übersehen wird, dass sie kein Allheilmittel ist, sondern eben auch nur eine Möglichkeit, sehr bestimmte Probleme zu lösen.
@sheogorath @Datenschutzgeno @peter @hyperjinx @stefka @Mr_Teatime - 2/2
Soweit ich die Debatte verfolgt habe haben wir auf der einen Seite die föderierte Struktur des ÖRR und auf der anderen Seite der Wunsch nach der erwähnten "Supermediathek" die die gesamten Inhalte enthält. Deshalb der vorschlag, da AP genau das abbilden kann. Während alle Anbieter ihre eigenen Inhalte vorhalten wie bisher auch, können sie dennoch die Inhalte alle anderen Mediatheken integrieren.
@z428 @sheogorath @Datenschutzgeno @peter @hyperjinx @stefka @Mr_Teatime
zu zielgruppe/aufwand, schwer abzuschätzen, zu $upermediathek fällt mir die bestehende archiv.org von #guardianproject
project ein.